Gründete 1977 die Mojo Bluesband. Intensive Beschäftigung mit der Bluesmusik, Tourneen durch ganz Europa und den USA und schließlich die Zusammenarbeit mit zahllosen internationalen Stars formten sein musikalisches Können.
Durch den überzeugenden gefühlsbetonten und mitunter sehr launigen Vortrag sowohl traditioneller als auch selbstgeschriebener Bluesstücke vermag er das Publikum stets in seinen Bann zu ziehen. Als am 16. Dezember 1999 in den ehrwürdigen Räumlichkeiten der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich an Erik Nikolai Trauner verliehen wurde, war dies alles andere als eine Selbstverständlichkeit.
Als Musiker hat Erik Trauner sowohl solo als auch im Rahmen der Mojo Blues Band mit einer Unmenge an Künstlern zusammengearbeitet, die ihresgleichen sucht. Namen wie Dana Gillespie, Axel Zwingenberger, Katie Webster, Johnny Shines, Joe Carter, J.B. Hutto, Charlie Musselwhite, Big Jay McNeely, Champion Jack Dupree, A.C. Reed, Willie Kent, Taildragger, Red Holloway, Louisiana Red und viele mehr sprechen eine deutliche Sprache.
Trauner ist im Chicagoblues ebenso Zuhause wie in der zydeco- und cajungeschwängerten Tradition Louisianas – wer erinnert sich nicht an den Megahit „Rosa Lee“. An Intensität ist Trauner vor allem auch solo nicht zu überbieten. Im Vordergrund steht nicht die Sterilität der technischen Perfektion sondern die Emotionalität des Reduzierens und Weglassens, schlicht: die tiefere Essenz des Blues.
( Dietmar Hoscher )